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Trump setzt bei KI auf Selbstkontrolle der Tech-Branche

Nach Wochen internationaler Debatte um KI-Risiken hat US-Präsident Donald Trump einen klaren Kurs bestätigt: keine gesetzliche Regulierung – stattdessen vertraut Washington der Tech-Branche selbst. Am 30. September unterschrieben führende Konzerne im Weißen Haus eine Vereinbarung zur freiwilligen Selbstkontrolle.

Wer saß am Tisch?

Unter den Teilnehmern des Treffens in Washington waren Elon Musk (SpaceX), Mark Zuckerberg (Meta), Dario Amodei (Anthropic) und Jeff Bezos (Amazon). Laut Trump einigte sich die Runde auf „ein hohes Maß an Selbstregulierung" – der Text der Vereinbarung sei „moralisch bindend", sagte der Präsident.

Was genau wurde vereinbart?

Meta-Chef Zuckerberg beschrieb die Absprache als mehrere Ebenen von Kontrollmechanismen – darunter eine interne Risikobewertung sowie externe Prüfer und Gutachter: „Das ist ein erster Schritt, auf den sich die gesamte Branche einigen könnte". Trump vertraut vor allem auf die wirtschaftlichen Interessen der Firmen: „Ihre Unternehmen stehen auf dem Spiel, wenn etwas schiefgeht. Das werden sie nicht zulassen."

Warum die Debatte eskaliert

Hintergrund sind die wiederholten Zwischenfälle bei OpenAI (siehe Block „OpenAI pausiert Training"), die Warnungen von Anthropic-Chef Amodei, die Entwicklung leistungsfähiger Modelle abzubremsen, sowie der Aufruf von 22 Staats- und Regierungschefs nach internationaler Aufsicht. Trump hatte am 20. September zudem eine „AI Force" zur Überwachung von KI angekündigt und verteidigt seine Linie mit einem klaren Satz: „Wer bei KI gewinnt, gewinnt insgesamt."

Einordnung

Ohne rechtliche Bindung, ohne unabhängige Aufsicht und ohne durchsetzbare Pflichten bleibt die Vereinbarung im Kern ein gentleman's agreement. Beobachter halten den Schritt für einen ersten – aber weitreichend unzureichenden – Kompromiss zwischen Innovationsdruck und Sicherheitsbedenken. Wie die EU und China darauf reagieren, entscheidet sich in den kommenden Wochen.

Quellen: tagesschau.de, 30.09.2026 · tagesschau.de, 22.09.2026

Kommentare 1

Sani
Es war nichts anderes zu erwarten.

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